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Freiheit, die ich meine

Der vom britischen Premierminister verkündete „Tag der Freiheit“ wird allerseits kritisiert. Es wird vermutet, dass diese „Freiheit“ Großbritannien und seinen Nachbarn und Partnern große Probleme bringen wird. Warum nur erdreistet sich dieser freche Mann mit Führungsauftrag dort auf der Insel, alle Erkenntnisse der Virologen zu missachten? Was für einen Freiheitsbegriff hat Boris Johnson? Weiß er nicht, dass die Klassiker der Freiheitsidee, immer von einer Freiheit in nötiger Ordnung, ja von den Grenzen der Freiheit angesichts der Gefährdung von Leib und Leben anderer und seiner selbst sprachen? 

Gleichzeitig erleben wir hier in Deutschland – im Westen wie im Süden – die fürchterlichen Folgen einer über Generationen beanspruchten Freiheit: Wir alle haben uns seit vielen Jahrzehnten die Freiheit genommen, die Atmosphäre als Müllkippe für gasförmige Abfälle zu nutzen. Ja, die wesentlichsten Teile der Natur galten und gelten vielen immer noch als „freies Gut“. Dass dies nicht gut gehen kann, haben uns schon vor 5 Jahrzehnten vorausblickende Naturwissenschaftler und Ethiker zu wissen gegeben. 

Es gibt eine absurde „Freiheit“, sich selbst und andere zu schädigen. Wollen wir uns nicht endlich darüber einigen, dass manches einfach nicht mehr geht? Die vielen Todesopfer und die materiellen Schäden machen die Kanzlerin – wie sie selber sagte – „ sprachlos“.  Es ist auch genug geredet. Jetzt müssen endlich alle handeln. Ja, es ist die Stunde des Handelns. Es ist aber auch die Stunde des Verzichts auf absurde, uns alle schädigende „Freiheiten“!